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Mark Staff Brandl, Daniel Ammann (Auszug)
"Farblose grüne
Ideen schlafen wütig".
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Die Spuren und Markierungen, welche Menschen auf der Erde hinterlassen, können - unter einem semiotischen Blickwinkel betrachtet - drei Ebenen von möglichen Bezügen aufweisen und entsprechende Schlussfolgerungen zulassen. Eine Gegebenheit, wie beispielsweise ein Fussabdruck, kann einfach als simples Ereignis genommen werden, als neutrales Zeichen, das lediglich dadurch zustande kommt, dass jemand auf den feuchten Boden getreten ist. Der gleiche Fussabdruck kann aber - als Index oder An-Zeichen - auch informativen Wert bekommen, wenn die Spur plötzlich als Hinweis (und Nachweis) dafür dient, dass überhaupt jemand da war.
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In diesen Komplementärgestalten, den negativen Lebenshülsen, will Reinfrank Hohlformen erkennen, Matritzen, in die wir Erfahrungen giessen können.
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So gibt es mindestens zwei Nebenbeschäftigungen, die in positiver wie negativer Weise einen direkten Einfluss auf sein künstlerisches Schaffen ausgeübt haben und die für seine Fähigkeit stehen, die kleinen Überlebenskämpfe in dieses zu integrieren. Schon seit zwölf Jahren ist er als Busreiniger beschäftigt. Arbeitszeiten eines Vampirs und der allgegenwärtige Abfall haben dabei wesentlich zu seiner persönlich-künstlerischen Lebenseinstellung beigetragen, einer Betrachtungsweise, die gewissermassen auf der anderen Seite unseren eigenen liegt. ...
Früher arbeitete Reinfrank zehn Jahre lang als ein Textildruckentwerfer, und vieles in seinem grundsätzlichen Kunstverständnis lässt sich in diese Zeit zurückverfolgen. Die Tätigkeit verlangt in gewisser weise Krativität, aber hält diese bewusst durch die kollektive Paranoia vor den ständig wechselnden Modetrends in Schach,....
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